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Kernkonzept

ConVoid erzeugt Durchbrüche überall dort, wo ein Referenzelement (das durchgeführte Element) ein Basisbauteil (das Element, das den Durchbruch aufnimmt) schneidet. Referenz- und Basisbauteile dürfen sich im aktiven Projekt oder in einem verknüpften Revit- oder IFC-Modell befinden.

Drei Workflows stehen zur Verfügung, jeweils zugeschnitten auf eine bestimmte Rolle und eine bestimmte Quelle der Referenzelemente. Die Wahl des passenden Workflows von Anfang an vermeidet Probleme im weiteren Projektverlauf.

Die drei Workflows

A
Durchbrüche erstellen
Für TGA-Planer
  • ReferenzelementeLüftungskanäle, Rohrleitungen, Kabeltrassen (aktives oder verknüpftes Modell)
  • BasisbauteileWände, Geschossdecken, Träger, Dächer
  • ErgebnisGenerische ConVoid-Durchbrüche (rechteckig oder rund)
  • Wann verwendenDu planst die TGA-Gewerke und benötigst Durchbrüche für deine eigenen Systeme.
B
Durchbruchsvorschläge übernehmen
Für Architekten und Tragwerksplaner
  • ReferenzelementeDurchbruchsvorschläge (PfV) aus einem verknüpften Revit- oder IFC-Modell
  • BasisbauteileWände, Geschossdecken, Träger im aktiven Projekt
  • ErgebnisGenerische ConVoid-Durchbrüche, verknüpft mit dem ursprünglichen PfV
  • Wann verwendenEine andere Disziplin hat Durchbrüche (PfV) platziert und du brauchst sie in deinem Modell.
C
Tragwerksöffnungen erstellen
Für Tragwerksplaner
  • ReferenzelementeTüren und Fenster aus einem verknüpften Architekturmodell
  • BasisbauteileTragende Wände im aktiven Projekt
  • ErgebnisFlächenbasierte Tragwerksöffnungs-Familien (Tür / Fenster)
  • Wann verwendenDu brauchst wandbasierte Öffnungen, die den Türen und Fenstern aus dem Architekturmodell entsprechen.

Modellanforderungen

ConVoid arbeitet mit allen Revit- und IFC-Elementen, die als 3D-Geometrie vorliegen, unabhängig von der Kategorie. Das Modell muss zwei Anforderungen erfüllen.

Anforderung 1: Mindestens eine Kollision

Es muss mindestens eine gültige Verschneidung zwischen einem Referenzelement und einem Basisbauteil vorliegen. Beispiele für gültige Kollisionen:

  • Ein Lüftungskanal, der eine Wand durchdringt
  • Ein Rohr, das durch eine Geschossdecke führt
  • Ein IFC-Durchbruchsvorschlag, der einen Träger schneidet
  • Eine Tür in einer Wand
  • Ein generisches Element, das mit einem Dach kollidiert

Anforderung 2: Innerhalb des Revit-Abstandslimits bleiben

Revit wird grafisch unzuverlässig, sobald Geometrie mehr als 16 km (10 Meilen) vom internen Ursprung des Modells entfernt liegt. ConVoid kann in diesen Bereichen Durchbrüche nicht zuverlässig genau platzieren.

Modelle weit vom Ursprung

Zeigt ConVoid den Fehler "The input point lies outside of Revit design limits", liegt dein Modell (oder ein verknüpftes Modell) zu weit vom internen Ursprung entfernt und muss neu positioniert werden.

Weitere Details zu dieser Revit-Beschränkung findest du in der Autodesk-Dokumentation zu den Designgrenzen.

Einschränkungen

Projekt- und Modellgröße

Es gibt keine festen Grenzen für die Projekt- oder Modellgröße. ConVoid wird erfolgreich in Großprojekten mit bis zu 50.000 Durchbrüchen pro Modell eingesetzt. Für optimale Leistung erstellst und aktualisierst du Durchbrüche schrittweise, statt das gesamte Modell auf einmal zu verarbeiten.

Performance-Empfehlungen für große Projekte

Bei Projekten mit vielen Durchbrüchen oder großen verknüpften Modellen helfen folgende Strategien:

  • Nach Gewerk aufteilen: Lüftung, Sanitär und Kabeltrassen separat über dedizierte Filter verarbeiten.
  • Nach Geschoss aufteilen: jeweils nur eine oder wenige Ebenen bearbeiten.
  • Nach Zone aufteilen: pro Gebäudezone eine 3D-Ansicht erstellen und ConVoid so konfigurieren, dass nur diese Ansicht verarbeitet wird.
  • Stapelgröße: rund 2.000 Durchbrüche pro Verarbeitungsdurchlauf anstreben.
  • Stark detaillierte Elemente: stark vernetzte 3D-Objekte verlängern die Berechnungszeit.